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Alt 05.12.2020, 22:23   #471
oliver.bohm
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Top... Wie wurden die Steine damals verbunden.. Dünner Mörtel?
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Alt 05.12.2020, 23:36   #472
2augen1nase
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Mörtel

Also wenn du mich fragst, ist das eher ein leicht abgemagerter Lehm mit dem die Steine gesetzt sind. Ab und an findet man auch mal puren Kalk zwischen den Steinen - kommt immer drauf an...

Wir haben diese Woche irgendwas zwischen 30 und 40 to Steine von einer archäologischen Grabung geborgen - Grundmauern einstiger Gründerzeithäuser sowie große Bodenplatten die im Keller verlegt waren - das war alles nur mit Lehm gesetzt - und auch auf Lehm. Die Fundamente waren jedenfalls keine 50cm tief - aus heutiger Sicht kaum vorstellbar, dass sowas hält...

Von der Technologie musst du dir das so vorstellen:

Die Steine sind alle in den Fugenflächen leicht konisch gehauen. An der Sichtseite ist quasi keine Fuge (Fugen gibt es jetzt, da wir die Fugen wegen hunderter eingekloppter Krampen aufschneiden mussten) und nach hinten hin ist eben besagter Lehm, teilweise auch kleine Zwickel aus Schiefer.

Scheint ja auch zu funktionieren
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Alt 05.12.2020, 23:39   #473
Eisenknicker
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Till ich verstehe ja deine Liebe zum Mauerwerk aber das wird dauern! Kleine Erfolge bauen auf - aber kannst du es so lange durchhalten? Ich habe hier eine Wohnetage am ganzen Haus - Mehrfamilien fertig , neben Trockenlegen, Dränage und Garten. Bin jetzt keine 30 mehr aber es gibt körperliche und wirtschaftliche Grenzen. Also wen ich in Rente gehe verkloppe ich das meine... zu viel Arbeit im Alter. Nur zum nachdenken
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Alt 06.12.2020, 09:05   #474
2augen1nase
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@Eisenknicker:

Ich hab keine richtige Ahnung was du mir mit deinem Beitrag jetzt sagen möchtest?

Vielleicht nochmal zum Ursprung des Ganzen: Gekauft habe ich das Objekt, da ich dort mit meiner Werkstatt rein wollte - davon ausgehend, dass ich dafür noch die ursprünglich zugesagten 4-5 Jahre Zeit habe, es wirtschaftlich weiterläuft wie die Jahre zuvor und ich innerhalb von 3 Jahren die ganzen Nebengebäude weitestgehend in den Griff bekomme - gekommen ist das leider ganz anders

Ich musste innerhalb eines Jahres die Werkstatt räumen, bin bis heute nicht wieder voll produktionsfähig, mein Kapital steckt größtenteils im Haus und ich baue nun auch noch parallel mein Kaltlager zur Werkstatt um - mit anderen Worten: Parallel zu den "Broterwerbsbaustellen" habe ich noch zwei recht große "private" Baustellen laufen - ist doch klar, dass das entsprechend langen Atem braucht und ich zumindest momentan nur in ganz kleinen Schritten voran komme.

Aktuell kommt Corona noch obendrauf - und das machts auch nicht einfacher.

Trotz dem ganzen Theater meine ich, dass ich dieses Jahr einen guten Schritt voran gekommen bin. Das Haus ist abgeputzt, ich weiß nun was an Sanierungsaufwand an den Fassaden auf mich zukommt und die rückwärtige Fassade ist mit ganz kleinen Ausnahmen fertig saniert (es gibt Dinge, die ich erst im Kontext mit dem Dach sinnvoll angehen kann). Im kommenden Jahr will ich die Gartenseite angehen und parallel am Hinterhaus weiterkommen - denn dafür ist schon vieles vorbereitet.

Klar, ich weiß nicht ob ich das Projekt wirklich in Gänze gestemmt bekomme - es besteht ja nicht nur aus Fassaden... Doch wenn die Aussenhülle gut ist - und da macht mir das Thema Dach am meisten Sorgen - dann ist der Rest in kleinen Schritten auf jeden Fall schaffbar.

Was manche hier vielleicht etwas vergessen ist, dass ich ein leidiges Saisongeschäft betreibe. Als Steinmetz habe ich im Winter meist keine Arbeit - und diese Zeit kann ich im Häuschen sehr sinnvoll einsetzen. Klar, im Moment raubt mir das Werkstatthema ziemlich den Nerv - aber das ist ja auch nur eine Frage der Zeit bis das irgendwann gut ist und ich wieder "richtig" eingerichtet bin. Was mich etwas zurückgeworfen hat ist der sinnlose Streit mit einem Auftraggeber, bei dem ich meine Maschine stehen hatte - da musste ich jetzt nochmal Knall auf Fall alles umswitchen und ne neue Halle bauen um meine Maschine zu sichern und die ganze Nummer hat mich inkl. der immer noch nicht bezahlten Rechnung ca. 7-8000 € gekostet - hätte nicht sein müssen, ist jetzt aber auch durch und zeigt ganz deutlich: man kann sich einzig und alleine nur auf sich selbst verlassen.

Ich konzentriere mich da halt lieber auf das, was ich geschafft habe in diesem Jahr:

am bzw. für das Haus:

- 170m2 Parkett geborgen fürs Haus
- Haus komplett abgeputzt
- Fassade Rückseite saniert
- Hinterhaus eingerüstet und für Sanierung vorbereitet
- großes Baugerüst zu einem sensationellen Preis erstanden
- das andere Gerüst sinnvoll erweitert (neue Böden, Teile getauscht usw.)
- kleinere Arbeiten im Gebäude

Werkstatt / Firma:

- Neuanschaffung und Aufbereitung Brückensäge
- dazu passende Kranbahn kam dazu
- "Abwassertechnik" für Sägewasser
- Wasser- und Abwasseranschluß
- Einbau Toilette + Teilelektrifizierung
- Neubau Halle
- Umzug der Maschine und anderer Dinge
- Beginn Ausbau / Entkernung Trafohaus als zukünftige Maschinenhalle
- und wenn endlich geliefert wird, kommt dieses Jahr auch noch der Kachelofen rein

Ich denke, ich bin auf einem guten Weg und wenn ich jetzt durch Corona nicht komplett absterbe werd ich im nächsten Jahr mit dem Thema Werkstatt sehr viel besser vorankommen und dadurch wird auch alles andere wieder besser laufen.

Positiv zu erwähnen ist vielleicht noch, dass sich das Team in dem ich arbeite massiv verbessert hat und ich aktuell sehr viele sehr positive Kontakte dazubekommen habe - jetzt nur noch den Winter durchstehen und hoffentlich im Frühjahr dann wieder voll durchstarten.

Wenn ich also dieses Jahr so Revue passieren lasse, bestand es aus einem Haufen kleiner und großer Krisen die ich aber irgendwie überstanden habe UND zusätzlich auch noch in der Werkstatt und am haus gut voran gekommen bin - zumindest für mein Gefühl.


Auch wenn vieles wirklich Kotzkrampf war / ist, so habe ich trotzdem das Gefühl, dass ich das alles irgendwie doch mal schaffen könnte. Die Hoffnung stirbt jedenfalls zuletzt...
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Alt 06.12.2020, 18:55   #475
kallepirna
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Vor deinem Optimismus ziehe ich den Hut, ich hätte glaube schon Hingeschmissen oder gar nicht erst Angefangen. Dir noch ein schönes Weihnachtsfest.
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Alt 06.12.2020, 21:39   #476
Deistergeist
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Cool

Das hört sich doch gut an! Viel Glück weiterhin!

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Queen. Their classic line-up was Freddie Mercury (lead vocals, piano), Brian May (guitar, vocals), Roger Taylor (drums, vocals) and John Deacon (bass).
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Alt 06.12.2020, 21:43   #477
oliver.bohm
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Ohne Enthusiasten wären viele alte Häuser u.Ä. schon lange verschwunden.. Gut , das es sie gibt


Beginn Ausbau / Entkernung Trafohaus als zukünftige Maschinenhalle


Ist das bei dir?
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Alt 07.12.2020, 19:30   #478
2augen1nase
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Trafohaus

Naja - was heißt "bei mir" ? Nein, das Teil steht nicht bei meinem Haus, aber eben in der Nähe meiner aktuellen Werkstatt.

Meine Vermieter wollten das Gebäude abreissen und ich habe gefragt ob ich es umbauen und nutzen darf. Da wir den Mietvertrag eh geändert haben, kam das Ding in dem Zuge dazu.

Insgesamt gibt es 4 Räume und 2+ 1/2 Raum will ich zur Sägehalle zusammenlegen. Die verbleibenden kleinen Räume werden dann Kaltlager für Mörtel, Böcke, Karren bzw. all den Kram den man nicht ständig und immer braucht.

Ein ganz schönes Projekt, aber auch ein echt geil massiver Bau - wäre schade drum gewesen wenns abgerissen worden wäre. Aktuell steht ja meine Maschine in einer neu gebauten Fertighalle - die muss aber aus Platzgründen dann irgendwann auch wieder weichen.

Ein Theater - ich kanns euch sagen
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Alt 07.12.2020, 20:32   #479
Bergedienst
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Nach 3 sanierten Häusern aus dem letzten Jhrd und einem aus den siebzigern sage ich dir, es macht auch weiterhin keinen Spass
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Alt 12.12.2020, 19:05   #480
2augen1nase
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Kühlhaus

@ Bergedienst: Genau deswegen macht man es ja - wenn man einfach zu wenig Frust im Leben hat, saniert man Häuser - zur besseren Ausgeglichenheit Man kann ja nich immer nur gut gelaunt durchs Leben gehen

Zum Kühlhaus:

Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich davon schon Bilder gezeigt habe oder nicht - erwähnt hab ich es irgendwo sicher einmal

Im Keller des Hauses gibt es ein uraltes Kühlhaus, ich schätze mal es wird aus den zwanziger oder dreissiger Jahren sein. Eine der letzten Bewohnerinnen des Hauses berichtete mir einmal, dass eine alte Dame das Kühlhaus wohl fast bis zuletzt auch genutzt hat - wahnsinn.

Da von der alten Technik nicht mehr viel vorhanden ist, die einst schönen Regalkonsolen allesamt (mit Ausnahme einer einzigen) rausgekloppt wurden und das Kühlhaus mit Teerkork gedämmt ist, habe ich mich dazu entschlossen das Ding abzureissen. Vorteil ist ganz klar mehr Platz im Keller, Nachteil wohl die Schlepperei des ganzen Bauschutts aus dem Keller heraus...

Aber was solls... die letzten Altlasten im Haus will ich entfernen solange noch rohester Rohbau ist

Heute sind die ersten kleinen Kühlkammern rausgeflogen. Diese waren an den Hauptraum angesetzt, nicht gedämmt, innen komplett gefliest und oben mit Hakenstangen ausgestattet. Einer der beiden Räume hatte rechts ein kleines Becken, ich vermute, dass das für Stangeneis gedacht war.

Die alten Türen und Haken usw. habe ich natürlich vorsichtig aufgebaut und aufgehoben - vielleicht treffe ich mal jemanden, der eine Räucherkammer bauen oder wiederherstellen will - da kann das ja wiederverwendet werden.

Mir fällt gerade auf, dass ich gar kein richtiges Bild gemacht habe von den beiden Türchen / Räumchen - nuja, nu sind se fort...
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