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Grubenmolch 04.11.2018 21:45

Nachlese...
 
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...des letzten ibug-Festival für urbane Kunst.

In Ruinen und alten Fabrikanlagen sieht man ja oft die wildesten Sprayerein. Was mich persönlich immer etwas stört. Aber hier waren teilweise echte Profis am Werk.

Obwohl m.M. nach das Festival langsam Richtung Kommerz driftet... Interessant war der Rundgang im Objekt jedenfalls!

Grubenmolch 04.11.2018 21:51

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Lustig die Ente die sich in fast allen Räumen wieder findet...

Gruß Grubenmolch.

2augen1nase 05.11.2018 09:35

Lustig ist nicht nur die Ente, sondern lustig sind vor allem die Künstlergruppe dahinter, die mit kindischer und zugleich diebischer Freude des Nächtens diese Enten zur Freude aller im Objekt verteilten.

Von denen war auch unten der extrem gut gemachte Minigolf-Parcour...

Was mich interessieren würde: Warum meinst du, dass es langsam in Kommerz abdriftet?

Du weißt ja, dass ich in der Spemafa und eben dieses Jahr auch zum Team der IBUG gehört habe, deswegen spitze ich immer die Ohren wenn es um Kritik geht - ich leite das dann weiter.

Letztes Jahr wurde mir zum Beispiel zugetragen, dass ein Kinderspielplatz cool gewesen wäre, weil es für die Familien dann etwas entspannter ist - ich hab das mit organisiert, dass es sowas in diesem Jahr dann gab. Wir versuchen also schon, entsprechend Dinge auch umzusetzen um den Charme der IBUG zu erhalten.

Zugegeben, das ist schwierig bei den explodierenden Zuschauerzahlen in einer größeren Stadt, das dann aber gleich als Kommerzgrund zu nennen fände ich doof (falls es das sein sollte).

Hast du Bernd getroffen? :lol

Grubenmolch 05.11.2018 09:43

:confused Bernd Schmidt? Betriebsdirektor? :dance

2augen1nase 05.11.2018 09:54

Nein, der heißt nicht Schmidt, aber den Nachnamen veröffentliche ich hier nicht.

Da wohnt ein Ex Militär und eigentlich passt der auch bissl auf...

Grubenmolch 05.11.2018 19:48

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Verwechslung! Ich kannte nur den Nachnamen des Kollegen....
Stand ja auch an der Tür! :rolleyes:

Das isser!

Gruß Grubenmolch.

P.S. Mit Kommerz... Till ich bin bei Sprayern immer noch in alten Vorurteilen! So mit Kaputzenshirt, Tarnfleckhose in Nacht und Nebel....:suspekt:

Das da ein Kassenhäuschen steht, neben Bratwurstbude und Kinderspielplatz war mir bisher nicht so geläufig.... :bussl

2augen1nase 05.11.2018 20:12

Nö, das isser nicht...

Hier die Story zu Bernd (Kurzfassung):

Wir haben ja im Vorfeld diverse Arbeitseinsätze dort gefahren und die Brache aufgeräumt / begehbar gemacht. Dabei haben wir natürlich auch im Gebäude jeden Winkel untersucht. Einerseits um sicherheitsrelevante Dinge zu checken, andererseits um eine Übersicht über eventuell vorhandene Arbeitsmaterialien für die Künstler.

Bei der Gelegenheit habe ich auch mal eine Leiter hergenommen und versucht auf den Dachboden des Trafohäusschens zu gelangen. Es war Sommer und bullenwarm und wir haben den ganzen Tag schon unmittelbar vor dem Trafohaus das Pflaster freigehackt, mit dem Rasenmäher gemäht und Glasscherben entsorgt - sogar die Polizei war an dem Tag mal vor Ort (besorgte Bürger riefen die...)

Ich also die Leiter angelehnt, hochgeklettert und mit der Handylampe mal kurz rundum geleuchtet. Da traf mich der Schlag. Im Dunkel sah ich nur einen Schlafsack liegen, ich erkannte sowas wie Haare und es waren ein Haufen Fliegen da oben unterwegs :eek

Ich also kreidebleich wieder die Leiter runter, einen Kollegen rangeholt und dem gesagt: eh, da oben liegt einer! Und er so: "Eh Till, verarsch mich nicht". Ein Drtitter Kollege kam hinzu, stieg die Leiter hinauf, leuchtete kurz rein und sagte "Ich seh eine Socke - und da steckt ein Fuß drin!" :rolleyes:

Oben: keine Regung, kein Mucks gar nix. Wohlgemerkt: es war schon später Nachmittag.

Wir haben also erstmal die Feuerwehr gerufen, die einen Krankenwagen schickten und die Polizei alarmierten. Die Krankenhelfer waren super. Die Frau meinte "Nä, da geh ich nicht hoch" (es war ja nur das dunkle Loch in der Decke zu sehen) und der Kollege von ihr meinte: "Na und ich habe Höhenangst"

Schlussendlich stieg er doch hoch, leuchtete mit einer starken Lampe den Dachboden aus und kam wieder runter mit dem Satz "Na der ist ist in zehn minuten auch noch tot, das tu ich mir jetzt nicht an"

Zwischenzeitlich traf auch die Polizei ein und auch die guggten nur vom Loch aus und sagten dann gleich: "Das ist ein Fall für die Kripo!"

Also noch kurz warten, dann kamen auch die alarmierten Kollegen und die MUSSTEN dann hoch und nach der Leiche schauen.:rolleyes:


Dann kam die Nachricht: Er lebt! :bussl:eek:freu:yeap


Er kam dann sogar die Leiter runter, stelte sich vor und erklärte, dass er kurzzeitig obdachlos sei und sich da oben einen Schlafplatz eingerichtet hatte. Einen guten Schlaf hat er jedenfalls...

Bernd hat dann im Grunde die komplette IBUG Zeit hinweg mitgeholfen und war vor Ort, zu sehen ist er auch in einem der Videos über die letzte IBUG:

https://www.youtube.com/watch?v=bxcJkGpY1vs


Ca. ab Minute 0.27


Der sollte also durchaus noch dort zugegen sein - oder er ist in weiser Voraussicht schon auf die nächste IBUG Brache gezogen? :freu

Grubenmolch 05.11.2018 20:19

:freu
Na da war meine Begegnung mit Herrn Schmidt doch bedeutend unspektakulärer...:yeap

Gruß Grubenmolch.

2augen1nase 05.11.2018 20:21

Übrigens:

Die Vorurteile kannste gerne auch so behalten. Bei einigen Künstlern ist das tatsächlich so. Die Künstlerwoche ist mit der Veranstaltungswoche auch nicht zu vergleichen und die verschiedenen Fressbuden gibt es auch nur während den Veranstaltungen.

In der Künstlerwoche kochte dieses Jahr wieder die Vleischerei aus Leipzig. Die machen echt gutes und veganes Essen, so dass der Aufwand gering bleibt, die Leute aber trotzdem gut versorgt sind.


Ich glaube die meisten Künstler leben sogar von dem was sie machen. Die Ibug ist für die dann einfach ein großer Spielplatz wo man sich in guter Atmospähre mal ausleben und austauschen kann. Die Künstler von weiter weg verbinden das dann oft auch mit einer Reise durch Europa.

Ist schon ein spannendes Ding diese IBUG, aber eben auch unheimlicher Sackgang in der Vorbereitung. Die Ausstellung wird ja kuratiert, es brauch eine Baugenehmigung wegen der Umnutzung, die ganzen Sicherungsarbeiten, das Materialgeschleppe, die Nutzbarmachung und Erschließung mit Medien... das ist schon ein krasser Kampf den man da führt und hat schon Dimensionen angenommen...:rolleyes:


Ich sags mal so: 3 Tresorräume sind ein Scheißdreck gegen eine IBUG :freu

2augen1nase 05.11.2018 20:22

Bei Herrn Schmidt handelte es sich übrigens um einen Geocache. Meine ich... da war jedenfalls schon vorher was im Schrank.


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